Gewerbliche ROV-Dienstleistung

Brücken- und Uferbau: Pfeiler und Spundwände unter Wasser dokumentieren

Brückenpfeiler, Spundwände und Uferbefestigungen leben unter Wasser ein eigenes Leben: Erosion am Pfeilerfuß, Unterspülung der Spundwand, Schiffsanprall-Spuren, Hochwasser-Verlagerungen. Mit dem ROV liefern wir Bildmaterial und Sichtungen, die für Versicherung, Behörde und Bauingenieure direkt verwertbar sind.

Was wir machen

Brückenpfeiler-Inspektion

Sichtprüfung am Pfeilerfuß: Erosionsbildung, freigelegte Fundamente, Auskolkungen, Bewuchsmuster, sichtbare Risse oder Ausbrüche im Beton oder Mauerwerk.

Spundwand-Schäden

Korrosion an Stahlspundwänden, Unterspülung, lockere Verankerungen, sichtbare Auswaschungen hinter der Wand – häufig nach Starkregen oder Hochwasser.

Uferbefestigungen

Sichtung an Steinschüttungen, Faschinen, Holz- und Beton-Uferverkleidungen: Stabilität, Hohllagen, Treibgut-Schäden.

Versicherungs-Dokumentation nach Hochwasser

Schnelle Bestandsaufnahme nach Extremereignissen: was war vorher da, was wurde verschoben, wo liegen jetzt Auswaschungen? Wichtig für die rechtzeitige Schadensmeldung.

Schiffsanprall-Sichtung

Nach Kollision Sichtung der unter Wasser liegenden Pfeiler- oder Wandbereiche. Begleitende Beweismittel-Dokumentation für Versicherung und ggf. juristische Auseinandersetzung.

Technische Möglichkeiten

  • • FIFISH E-GO – bis 200 m Tiefe, an Brücken meist 3–20 m relevant
  • • 4K-Kamera für detaillierte Sichtung von Beton, Mauerwerk und Stahl
  • • Acht Antriebe – stabiles Stehen am Pfeiler auch in Fließgewässern moderater Strömung
  • • Starke LED-Beleuchtung – wichtig an Pfeilerschatten und in trüben Flüssen
  • • Greifarm zur Bergung von Treibgut oder Probenahme
  • • Live-Bild an Bauingenieure und Sachverständige direkt vor Ort

Typische Auftraggeber

• Kommunen und Landkreise mit eigenen Brücken

• Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen

• Ingenieurbüros für Wasserbau

• Sachverständige für Bauwerks- und Schiffsschäden

• Versicherungen bei Hochwasser- und Anprall-Schäden

• Bauunternehmen bei Vor-Bau- und Nach-Bau-Dokumentationen

Ablauf

1

Anfrage

Bauwerk, Lage, Anlass (Routine, Hochwasser, Anprall). Lageplan oder Foto hilft.

2

Briefing

Wir klären Suchgebiet, Detailgrad und ob Sicherungsmaßnahmen mit Wasserstraßen-Behörde nötig sind.

3

Genehmigungen

Bei Bundeswasserstraßen oder im Bereich der Schifffahrt stimmen wir uns mit der zuständigen Behörde ab.

4

Sichtung

Systematisches Abfahren des Bauwerks von Sohle bis Wasserlinie, Sektor für Sektor. Bauingenieur oder Gutachter kann live mitschauen.

5

Bericht

Video, Standbilder, tabellarische Befundliste, auf Wunsch versicherungstauglicher Bericht.

Preise & Konditionen

Preise nach Briefing. Was den Preis bestimmt:

  • • Anfahrt zum Bauwerk
  • • Größe und Anzahl der zu sichtenden Pfeiler oder Wandabschnitte
  • • Strömung und Sichtweite vor Ort (Stillgewässer vs. fließender Fluss)
  • • Genehmigungs- und Koordinationsaufwand mit Wasserstraßen-Verwaltung
  • • Dokumentationsumfang (Sichtungsbericht vs. ausführlicher Bauwerks-Bericht)

Einzelpfeiler-Sichtungen rechnen wir oft pauschal. Mehrtägige Bauwerks-Inspektionen mit ausführlicher Berichterstellung sind als Tagessatz fair – die Berichtszeit ist hier oft die größere Position als die reine Drohnenzeit.

Was du erhältst

  • • 4K-Video aller geprüften Bauwerksabschnitte
  • • Standbild-Galerie sortiert nach Pfeiler/Sektor
  • • Tabellarische Befundliste mit Position und Sichtung
  • • Auf Wunsch: Bericht in versicherungs- oder behördentauglicher Form
  • • Hinweise auf Folgemaßnahmen – aber keine bauliche oder statische Bewertung

Häufige Fragen

Ersetzt das eine Bauwerksprüfung nach DIN 1076?

Nein. Die offizielle Bauwerksprüfung erfolgt durch qualifizierte Ingenieure. Wir liefern Bildmaterial und Sichtungen – viele Prüfer nehmen unser Material gerne als Vorab-Information und sparen sich den eigenen Tauchgang.

Wie nah kommt der ROV an den Pfeiler?

Bis auf wenige Zentimeter, wenn die Strömung es zulässt. Wir arbeiten dicht am Bauteil und mit starkem Licht, um auch feine Risse sichtbar zu machen.

Funktioniert das in starker Strömung?

Bis moderate Fließgeschwindigkeiten ja. Bei starker Strömung wird die Bildqualität schlechter – wir prüfen vor Ort und sagen ehrlich, wenn die Bedingungen für eine sinnvolle Sichtung nicht ausreichen.

Müsst ihr die Schifffahrt sperren?

Meistens nicht. An Bundeswasserstraßen stimmen wir uns mit der Wasserschutzpolizei und der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung ab. Eine kurze Verkehrslenkung ist oft die einzige Maßnahme.

Wie schnell könnt ihr nach einem Schaden vor Ort sein?

Bei akuten Fällen meist innerhalb von ein bis drei Tagen. Wichtig: lieber direkt anrufen, wir koordinieren dann gemeinsam Anfahrt und Genehmigungslage.

Bewertet ihr die Schäden statisch?

Nein, das ist Sache von Bauingenieuren. Wir liefern das Bildmaterial und beschreiben, was sichtbar ist – die Bewertung bleibt bei den qualifizierten Sachverständigen.

Anfrage stellen

Beschreibe das Bauwerk, den Anlass und das gewünschte Zeitfenster. Wir prüfen Genehmigungslage und melden uns mit einem schriftlichen Angebot.

Solo-Betrieb mit Profi-Technik · Persönlich · Schriftliches Angebot