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Ehering im Schlamm verloren – Suche bei Porta Westfalica

Von · SchatzsucheTV · · 5 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

Einer Frau flog bei Porta Westfalica (Nordrhein-Westfalen) der Ehering beim Schütteln der Hand vom Finger und verschwand im schlammigen Wasser. Nachdem das Paar stundenlang selbst gesucht hatte, kam die Anfrage über die Ringjäger zu mir. Ich habe die markierte Stelle und die Umgebung mit dem Metalldetektor abgesucht – und den Ring direkt neben einem Markierungsstock gefunden.

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Einsatzdaten

Einsatzort
schlammiges Gewässer, nahe einem der gesetzten Markierungsstöcke, Porta Westfalica
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
Verloren
Ehering
Suchfläche
markierter Bereich plus die umliegenden Flächen
Ausrüstung
Metalldetektor
Mit dabei
Patrik Flömer
Ergebnis
Gefunden – Der Ehering lag direkt in der Nähe eines Markierungsstocks und konnte dem Paar zurückgegeben werden.
Video vom
16. Oktober 2026

Es sollte ein entspannter Tag am Wasser werden. Dann passierte genau das, wovor ihr Mann sie kurz vorher noch gewarnt hatte: Beim Schütteln der Hand flog der Ehering vom Finger und verschwand im schlammigen Wasser bei Porta Westfalica. Der Klassiker – und immer dann, wenn jemand vorher gesagt hat, pass bloß auf.

Das Gute an dieser Geschichte: Beide hatten genau gesehen, wo der Ring gelandet war. Das ist mehr, als ich bei den meisten Anfragen bekomme. Trotzdem war der Ring weg.

Wie der Ehering im schlammigen Wasser bei Porta Westfalica verschwand

Das Paar hat nicht einfach aufgegeben, im Gegenteil. Sie suchten stundenlang selbst, zogen Seegras aus dem Wasser und grenzten den Bereich mit Stöckern ein. Das mit den Stöckern war goldrichtig – darauf komme ich gleich zurück. Das mit dem Seegras eher nicht, denn im Schlamm wandert ein Ring bei jeder Bewegung ein Stück weiter oder sinkt tiefer ein. Aber wer in dem Moment am Wasser steht und den eigenen Ehering verschwinden sieht, denkt nicht in Suchtaktik. Man will ihn einfach wiederhaben.

Irgendwann war klar: So wird das nichts. Sie meldeten sich bei den Ringjägern. Der nächstgelegene Sucher war gerade im Urlaub, also habe ich mich auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen gemacht.

Die Suche mit dem Metalldetektor im markierten Bereich

Vor Ort habe ich erst einmal genau das abgesucht, was die beiden eingegrenzt hatten. Ein markierter Bereich ist für mich Gold wert, weil ich systematisch in Bahnen arbeiten kann, statt irgendwo im Nichts anzufangen. Ich bin den Bereich zwischen den Stöckern gründlich durchgegangen – nichts.

Also habe ich die Suche ausgeweitet und die umliegenden Flächen mitgenommen. Die Überlegung dahinter: Vielleicht ist der Ring beim Schütteln der Hand weiter geflogen, als es von außen aussah, oder er wurde beim eigenen Suchen verlagert. Aber auch drumherum: kein Ring.

Das Signal direkt am Markierungsstock

An so einem Punkt kann man entweder einpacken oder noch mal von vorn anfangen. Ich bin zurück zum Ausgangspunkt. Und plötzlich kam ein klares, sauberes Signal – direkt in der Nähe eines der Markierungsstöcke. Ich habe tatsächlich laut gefragt: „Wo kommst du jetzt her?”

Das ist für mich der lehrreichste Moment des ganzen Einsatzes. Ein Metalldetektor meldet nur, was unter der Spule liegt. Wenn die Spule einen Zentimeter daneben läuft oder in einem ungünstigen Winkel über dem Ring steht, bleibt es still. Du kannst eine Stelle mehrfach abgesucht haben und trotzdem ein deutliches Signal überlaufen. Genau deshalb gilt bei mir: Zurück zum Anfang und noch einmal, in anderer Richtung, in anderen Bahnen.

Der Fund – und das Ende einer Pechsträhne

Der Ring war da, wo er die ganze Zeit war: im markierten Bereich, neben einem Stock. Aufgeben wäre die falsche Entscheidung gewesen. Wo genau er lag und wie das Signal klang, siehst du im Video.

Die Freude bei den beiden war riesig – und das aus gutem Grund. Dieser Tag war nämlich Teil einer handfesten Pechsträhne: Schon am Vortag war ihre Uhr verloren gegangen, und am Abend nach dem Ringverlust riss auch noch ihre Kette. Wenn dann wenigstens der Ehering wieder am Finger sitzt, fühlt sich der Rest sofort kleiner an.

Was ich aus diesem Einsatz in Porta Westfalica mitnehme

Zwei Dinge. Erstens: Markieren funktioniert. Die Stöcker im Wasser haben mir die Arbeit massiv erleichtert, auch wenn der Ring sich erst im zweiten Anlauf gezeigt hat. Zweitens: Ein Bereich ist nie abgesucht, nur weil man einmal drüber war. Ich gehe wichtige Stellen bewusst mehrfach an, aus verschiedenen Richtungen und mit überlappenden Bahnen.

Und drittens, auch wenn ich zwei gesagt habe: Ruf lieber früh an, statt stundenlang selbst im Schlamm zu wühlen. Danke an die beiden für das Vertrauen – schön, dass der Tag doch noch gut ausgegangen ist.

Ehering im Schlamm bei Porta Westfalica verloren? Meine Tipps für die ersten Minuten

  1. 1 Wenn du siehst, wohin der Ring fliegt: sofort stehen bleiben und die Stelle markieren – ein Stock im Wasser, ein Handtuch am Ufer, zwei feste Bezugspunkte an Land.
  2. 2 Mach ein Foto mit dem Handy von der Stelle und vom Standort, von dem aus du geworfen oder geschüttelt hast. Nach einer Stunde sieht alles gleich aus.
  3. 3 Nicht harken, nicht wühlen, kein Seegras rausziehen. Jede Bewegung im Schlamm schiebt den Ring tiefer oder verlagert ihn seitlich.
  4. 4 Lieber früh Hilfe holen als stundenlang selbst suchen – über das Ringjäger-Netzwerk findest du Sucher mit Metalldetektor in deiner Nähe.
  5. 5 Setz die Markierungen großzügig: Lieber einen Bereich zu groß einrahmen als den Ring knapp außerhalb liegen zu haben.

Häufige Fragen: Ehering im Schlamm bei Porta Westfalica verloren

Kann man einen Ehering im schlammigen Wasser überhaupt wiederfinden?

Ja. Schlamm ist für den Metalldetektor kein großes Problem, solange der Ring nicht zu tief eingesunken ist. Schwierig wird es nur, wenn vorher gewühlt oder geharkt wurde, weil der Ring dann unkontrolliert verlagert wird. Bei Porta Westfalica hat es geklappt, obwohl das Paar schon stundenlang selbst gesucht hatte.

Warum findet ein Sucher den Ring manchmal erst im zweiten Anlauf?

Weil man ein deutliches Signal erstaunlich leicht überlaufen kann. Genau das ist mir hier passiert: Ich habe den markierten Bereich abgesucht, dann die Umgebung, und erst beim Zurückgehen zum Ausgangspunkt kam ein klares Signal direkt neben einem Markierungsstock. Deshalb lohnt sich ein zweiter und dritter Durchgang fast immer.

Wie kommt man an einen Sucher, wenn der nächstgelegene gerade nicht kann?

Über das Ringjäger-Netzwerk wird die Anfrage weitergereicht. In diesem Fall war der Sucher in der Nähe von Porta Westfalica im Urlaub, also bin ich aus Niedersachsen hingefahren. Entfernung ist selten ein Ausschlusskriterium, Absprache ist alles.

Was kostet so eine Suche?

Meine Sucharbeit ist ehrenamtlich. Die Fahrtkosten – Sprit und gegebenenfalls ein Parkticket – übernimmt der Auftraggeber nach Absprache. Ein Finderlohn ist komplett freiwillig.

Soll ich selbst mit den Händen im Wasser tasten?

Vorsichtig und nur an der Stelle, an der du den Ring wirklich hast fallen sehen. Großflächiges Tasten, Harken oder Seegras-Rupfen bringt den Ring meistens weiter weg statt näher. Markieren, Finger weg, Sucher rufen – das ist die bessere Reihenfolge.

Wie lange darf ich mit der Meldung warten?

Je schneller, desto besser. Im Wasser arbeitet die Strömung, am Ufer trampeln andere Badegäste durch die Stelle und jede Stunde macht die Markierung unschärfer. Melde dich am besten noch am selben Tag.

Ehering im Schlamm bei Porta Westfalica verloren in Porta Westfalica? Ich helfe dir beim Suchen.

Ich suche ehrenamtlich mit Metalldetektor, Tauchausrüstung und Unterwasserdrohne – in Nordrhein-Westfalen und über das Ringjäger-Netzwerk deutschlandweit. Die Sucharbeit selbst kostet nichts, nur die Fahrtkosten werden übernommen; ein Finderlohn ist freiwillig. Je früher du dich meldest, desto besser stehen die Chancen.

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